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Empfangen – weitergeben

Jesus war nicht der starke Mann, der den Säbel wetzte und alles Leid an sich abprallen liess, wie man es damals von einem Messias erwartet hätte.

Nein, ihn berührte die Not der Menschen….Und seine wirkliche Grösse zeigte er darin, dass er die Macht nicht an sich band, sondern andere Menschen ermächtigte, Not zu lindern, den Menschen nahe zu sein, ihnen beizustehen. Denn da waren Menschen, die auf ihn vertrauten, die ihm nachfolgten. Diese Menschen sandte er aus, damals genauso wie heute. Er sendet auch uns aus, damit wir uns dort einsetzen, wo uns etwas zu Herzen geht. Er mutet uns etwas zu, aber nicht ohne uns zu ermutigen. Jesus spricht vom Weitergeben. Weitergeben, was man selbst empfangen hat – umsonst. Einerseits also keinen Profit schlagen aus der Botschaft des Evangeliums, aber auch die Ermutigung, die Entlastung, den Zuspruch darin hören: Wenn du dich einsetzt für andere, wenn du Not linderst, dann bleib bei dir. Hör in dich hinein und prüfe, ob du gibst, was du selbst empfangen hast oder ob du Raubbau an dir selbst betreibst. Gib nur weiter, was du empfangen hast, das wird genug sein. Komm immer wieder hin zu den Quellen, die deinen Durst wirklich stillen. Mache dich auf den Weg zum Kind in der Krippe.

Cindy Gehrig