courtesy

Seit Anfang Jahr arbeitet eine Projektgruppe an tragfähigen Szenarien für die Zukunft des Chlösterli in Rapperswil. Seine Kerngemeinschaft von Brüdern und Schwestern ist in den letzten Jahren kleiner und älter geworden. Weil das «Kloster zum Mitleben» zu den Schwerpunkten der Schweizer Kapuzinerprovinz gehört, setzt deren Leitung alles daran, dass sich das seit 1992 innovative Projekt weiterentwickelt. Dazu braucht es eine breit abgestützte Kerngemeinschaft.

Anfang November hat die Spurgruppe zu einem Visionentag ins franziskanische Bildungshaus Mattli über den Urnersee geladen. Im erfreulich vielfältigen Kreis von 44 Personen aus der Stadt, der Ortsbürgergemeinde, lokalen Kirchgemeinden, dem Freundeskreis und dem Netz des Klosters, Tourismus Rapperswil und anderen Gemeinschaften fanden sich auch auswärtige Projekterfahrene und Interessierte.

Das Echo der Beteiligten gab der aktuellen Gemeinschaft ein erfreuliches Feedback. Das Kloster zum Mitleben ist breit abgestützt, kann auf eine gute Entwicklung aufbauen, darf und soll sein Gesamtkonzept weiterführen. Die Tagung im Mattli sieht eine gute Zukunft, wenn die tragende Gemeinschaft bunter wird und sich über die brüderlich-schwesterliche Lebensform hinaus öffnet, wenn sie verjüngt wird und sich weiter entwickelt, und wenn sie die vielfältigen Chancen des Ortes neuen sozialen, spirituellen und kulturellen Bedürfnissen zugänglich macht.

Die Kapuzinerprovinz als Trägerin ist bereit, weiterhin ihren Beitrag für eine tragfähige Zukunft zu leisten. Sie ist gewillt, geeignete Brüder einzusetzen, die dem Projekt mit ihrem persönlichen Einsatz Kontinuität verleihen. Bereits heute sind drei Brüder, die für den Aufbruch in die Zukunft motiviert sind, miteinander im Gespräch. An der Visionentagung haben sich weitere Interessierte motiviert gezeigt, die Umsetzung verheissungsvoller Ideen mitzutragen – bis hin zu einem persönlichen Projekt-Engagement.

Für das Kloster selbst dürfte das Jahr 2020 wie geplant mit Zeiten des Mitlebens, Exerzitienwochen und bewährten Angeboten verlaufen. 2021 wird ein Jahr des Übergangs werden und auf Anfang 2022 erhoffen sich Projektgruppe und Provinzleitung den programmatischen Aufbruch einer verjüngten und bunteren Kerngemeinschaft.