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Impuls_3.26

Da sass ich nun in meinem Elternhaus fest. Zehn Tage Quarantäne. Ein Besuch hatte Folgen, auch wenn ich danach Corona negativ getestet wurde.

So lebte ich nun in einem unbewohnten Haus, unbemerkt in einem Dorf, zu dessen Gemeinschaft ich einmal gehörte. Dachte ich wenigstens. Eines Tages wurden Käsespätzli vor meiner Türe platziert. Mein Bruder brachte sie vorbei. An einem anderen Tag entdeckte ich die Flasche Wein eines Kollegen. Ein ehemaliger Schulfreund brachte seine «Medizin» vorbei mit der Bemerkung, Appenzeller Alpenbitter wirke Wunder. Ein grosszügiges Stück Geburtstagstorte vom Fest im kleinen Kreis wartete später auf mich. Bis heute weiss ich nicht, wer mir den «Sonntags Blick» vor der Türe bescherte.

Immer wieder traf ich auf kleine Zeichen der Wertschätzung, «Aufsteller», die mir Freude bereiteten. Es sind nicht selten kleine Zeichen, die grosse Wirkung haben können. Nur Mut beim setzen solcher Zeichen.

 Br. Kletus Hutter