courtesy
Noch ist der Franziskustreff geschlossen, nicht mehr lange …
Noch ist der Franziskustreff geschlossen, nicht mehr lange …

Br. Kletus Hutter von der Rapperswiler Kapuzinergemeinschaft ist für drei Wochen ins Kloster in Frankfurt gegangen. Im Folgenden erzählt er uns von seinen Erlebnissen und Erfahrungen.

Alltag im Fanziskustreff

6.30 Uhr Ich begebe mich zum Franziskustreff. Das Leiterpaar, Regina und Gregor stecken bereits in den Vorbereitungen. Daniela, eine freiwillige Mitarbeiterin, ist auch schon am Tisch decken. Ich klinke mich ein in die Vorbereitungsarbeiten. Mittlerweile weiss ich, was es noch alles zu tun gibt.

7.00 Uhr Frühstück für alle Engagierten. Mit dabei an diesem Tag sind auch ein Schüler, der regelmässig während den Ferien im Franziskustreff mithilft sowie eine Frau vietnamesischer Herkunft. Zur Runde gesellen sich auch jene, die für die Kerzen im Klosterhof verantwortlich sind. Eine bunt gemischte Schar.

7.45 Uhr Die Türe wird geöffnet. Unsere Gäste werden begrüsst und suchen sich einen Platz. Für 32 Menschen bietet der Treff Platz, die andern müssen sich gedulden. Die Gäste haben maximum 45 Minuten Zeit für ihr Frühstück, dann müssen sie ihren Platz einem Wartenden zur Verfügung stellen.

Ich bin an diesem Tag im Service tätig, bediene die Gäste mit Kaffee, kassiere die 50 Cent ein, verteile die Aufschnitt-, Käse- oder Aufschnitt/Käse-Teller, offeriere Kuchenstücke und Tüten zum Mitnehmen, schenke Kaffee oder Kakao nach, bringe auf Wunsch Tee vorbei, putze den Tisch und stelle eine neue Tasse hin, sobald der Platz wieder frei ist. Es ist eng im Treff, aber man arrangiert sich.

10.15 Uhr Die Sozialarbeiterin wird von einem Gast gewünscht. Auch das gehört zum Angebot. Ich hefte einen Zettel mit meinem Namen an die Pinwand. Die Sozialarbeiterin erscheint im Treff und kommt auf mich zu. Ich führe sie zur entsprechenden Person, die ein Gespräch mit ihr wünscht. Die beiden gehen miteinander ins Büro.

11.13 Uhr eine Frau stürmt herein und fragt, ob sie noch ein Frühstück erhalten könne. Aufgrund eines Arzttermins sei sie heute spät dran. Kein Problem, der Treff schliesst erst um 11.15 Uhr. Bis 11.30 Uhr können sich die Gäste noch Zeit lassen und fertig essen.

11.30 Uhr Die letzten Gäste verlassen den Raum. Die Aufräumarbeiten beginnen. Wir räumen die Tische leer, putzen diese, beginnen Tische und Stühle zur Seite zu schieben, um den Boden zu säubern. Ein intensiver Vormittag neigt sich dem Ende entgegen.

12.00 Uhr Der Telefonanruf aus der Küche verkündet, dass unser Essen abholbereit ist. Alle Helfenden geniessen zusammen das Mittagessen und tauschen über das Erlebte des Morgens aus. 162 dankbare Gäste konnten wiederum bewirtet werden. Ein tolles Gefühl!

Br. Kletus

Noch ist der Franziskustreff geschlossen, nicht mehr lange …

Noch ist der Franziskustreff geschlossen, nicht mehr lange …