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Durch Stille zur Quelle

Exerzitien sind wie eine Rast auf dem Weg. Sie lassen mich ankommen im Hier und Jetzt, im Geheimnis Gottes, dessen Name ist: „Ich bin der Ich-bin da“. Diese Rast will Raum schaffen für Beziehung zu sich selbst, zur Mitwelt, zur letzten

Wirklichkeit. Wo Gott mich ergreifen darf, kann das Herz weit werden und neuer Horizont sich zeigen. Es geht um das ganz Einfache: Da sein, hier und jetzt, wie ich bin. Gott darf mich wandeln in das, was ich zu sein vermag.

Es ist etwas in uns,
das ständig darauf wartet,
dass wir ihm Raum geben,
etwas liebendes,
das auf den rechten Nährboden in uns wartet.
Alles, was brachlag, ruht nur ein Weilchen.
Es ruht sich aus
und wartet auf die Keime,
die von Gottes Atemzügen,
dem Wind der Weisheit,
herüber geweht werden.

(Clarissa Pinkola Estées)