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Schnell habe ich gespürt, wie gut es tut, den Tag in der angenehm tragenden Klostergemeinschaft friedlich ausklingen zu lassen.

Gerne suche ich mir Platz auf einem Holzschemmeli im Kreis ums Kerzenlicht. Wunderbar stimmungsvoll und erdverbunden.

Ein kurzes Gebet, gefolgt durch einen musikalischen Impuls. Danach eingehende Stille. Meditativ. Zum Abschliessen gemeinsames Singen und ein herzliches «Gute Nacht».

Besonders entgegen kommt mir im Kloster auch die ungezwungene religiöse und gesellschaftliche Toleranz. Nein, kein Werten oder Eingliedern. Einfach als Mensch willkommen zu sein. Schön!

 

GEBET:

Stärkende Stille

In mir blüht eine Stille auf
samtig rot faltet sie sich aus
wächst wurzeltief
vertrautes Lauschen

Im Atem befreien sich die Töne des
inneren Klangs
ins Weite
staunende Fülle

Du, Freudengeheimnis
Du, erfüllst mein Herz mit Liebe
grösste Lebensquelle
bewegt lass ich mich in DIR strömen

Kein Anfang, kein Ende
offen bleibt das Geheimnis
noch lange nicht bin ich satt
hungrig bleibt die Liebe

(Inspiriert durch Carola Moosbach, Stille immer weiter)

Andrea, Rapperswil

 

Zum Jubiläum 25 Jahre „Kloster zum Mitleben“

1991 verwirklichten die Kapuziner in Rapperswil ein offenes Kloster zum Mitleben. Sie erprobten und verwirklichten neue Gebetsformen und öffneten das Kloster auf die Stadt und die Umgebung hin.

Es entstand das offene Kloster zum Mitleben, welches heute unter anderem auch Exerzitien, spirituelles Wandern und Meditationstage sowie geistliche Begleitung anbietet.

Im Rahmen des Jubiläums werden von Februar bis September 2017 unterschiedliche Beiträge von Beteiligten veröffentlicht. …