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Br. Pascal Mettler sagt ja zur Kapuzinergemeinschaft
Br. Pascal Mettler sagt ja zur Kapuzinergemeinschaft

Pascal Mettler lebte im Sommer gut zwei Monate im Kloster zum Mitleben in Rapperswil. Es war sein Noviziatspraktikum in seiner Heimatprovinz. Im September legte er jetzt seine einfache Profess ab, d.h. weitere drei Jahre mit den Brüdern auf dem Weg zu sein. Künftig studiert er in Münster Westfalen. Sein Heimatkloster wird dann Mels sein. Lieber Pascal, alles Gute dir auf dem kapuzinisch-franziskanischen Weg.

PressetextSalzburg, 7.9.2019

 

Das Kloster als Lebensentscheidung

Pascal Mettler legt Ordensgelübde als Kapuziner ab

 

Bruder Pascal Mettler (30) aus Untereggen bei St. Gallen legte am 7. September gemeinsam mit seinem deutschen Mitbruder Julian Kendziora in Salzburg, Österreich seine zeitlichen Ordensgelübde ab. 150 Festgäste aus dem gesamten deutschsprachigen Raum kamen in die zum Bersten volle Kapuzinerkirche, zahlreiche weitere verfolgten die Feier via YouTube-Livestream. Der Schweizer Provinzial (Ordensoberer) Bruder Josef Haselbach reiste extra nach Salzburg, um das Versprechen entgegenzunehmen. Bruder Pascal gegenüber drückte der Provinzial seine Achtung dafür aus, sich in einer Kirchen-kritischen Zeit auf einen engagierten Weg im Orden zu begeben. „Das wird ein gefreuter Weg für ihn wie für uns als alternde Gemeinschaft, sofern wir uns herausfordern lassen. Pascal lockt uns mit seinem Versprechen, uns erneut mit ihm auf den Glaubensweg zu machen. Seine Profess tönt für mich wie der Ruf von Franziskus: „Lasst uns – auch ins Alter gekommen – neu beginnen“, so der Ordensobere.

Nach der Feier wird Bruder Pascal Mettler nach Münster, Deutschland übersiedeln, wo er gemeinsam mit anderen jungen Kapuzinern seine Ordensausbildung und das Theologiestudium fortsetzen wird.

Die Profess wurde über YouTube live übertragen und ist abrufbar unter https://youtu.be/njCvyzOKUB4

 

Gelübde: „Einfach, wach, gemeinsam“

Mit diesen drei Worten erklären die Ordensgemeinschaften Österreichs die Lebensform des Ordens. Mit dem heutigen Tag versprechen die Brüder Pascal und Julian, sich – zunächst auf drei Jahre befristet – um ein Leben in Anspruchslosigkeit zu bemühen, verfügbar zu sein für die Notwendigkeiten Gottes, der Menschen und des Ordens und in Treue entsprechend der gemeinschaftlichen Lebensform der Kapuziner zu leben. Diese „zeitliche Profess“ legt damit die Schienen für einen Lebensentscheidung ähnlich der Entscheidung für eine Ehe im bürgerlichen Leben. Der Ordensobere nimmt die Gelübde stellvertretend für Gott und die ganze Gemeinschaft entgegen. Frühestens in drei Jahren können die beiden Kapuziner die ewigen Gelübde ablegen. Im deutschsprachigen Raum leben ca. 325 Kapuziner in 39 Niederlassungen, in der Schweizer Kapuzinerprovinz sind es etwa 118 an 11 Standorten.

 

Zitat in voller Länge

Bruder Josef Haselbach, Provinzial der Schweizer Kapuzinerprovinz:

„Wer sich in unserer Zeit, die ja nicht besonders Kirchen-begeistert ist, auf diesen engagierten und verbindlichen Weg begibt, vor dem habe ich alle Achtung. Ich schätze Bruder Pascal als jemanden, der diesen Weg vorsichtig, ehrlich und Schritt für Schritt geht. Für mich bedeutet sein Versprechen Belebung und Ermutigung, aber auch Herausforderung.

„Das wird ein gefreuter Weg für ihn wie für uns als alternde Gemeinschaft, sofern wir uns herausfordern lassen und uns nicht wie (schlechte) Grossväter benehmen. Pascal lockt uns mit seinem Versprechen, uns erneut mit ihm auf den Glaubensweg zu machen. Seine Profess tönt für mich wie der Ruf von Franziskus: „Lasst uns – auch ins Alter gekommen – neu beginnen!“

Text von Sarah Schuller-Kanzian