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Impuls_2.8

Beim Betreten unseres Gebetsraumes wurde mein Blick magisch von der gestalteten Mitte angezogen. Ein Holzbrett, eine brennende Kerze, ein Haufen lebloser Blätter.

Sehr passend zum Monat November: Abgestorbenes Laub, kraftlos, vorbei, zu Ende…

Die dunkler werdenden Tage verleiten oft zu düsteren, depressiven Gedanken. Auch die Covid-Pandemie fügt dieses Jahr das ihre dazu bei.

Wir werden uns unserer Endlichkeit stärker bewusst. Viele Menschen denken vermehrt an ihre Verstorbenen und besuchen die Gräber auf dem Friedhof.

Die Blätter weisen darauf hin, dass alles Leben hier auf Erden vergänglich ist. Auch zeigen sie, dass wir in unserem bisherigen Machbarkeitswahn, nicht alles im Griff haben.

Obwohl das Laub leblos ist, zeigt es noch seine schönen Farben. Im Sterben geschieht Wandlung. Die brennende Kerze weist darauf hin: der Tod ist nicht das Letzte…

Sr. Rosmarie Sieber