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Impuls_2.1

Das Gehen in einem Tunnel kann unterschiedliche Gefühle auslösen, je nach Beleuchtung oder Länge des Tunnels. Oft ist kein Ende in Sicht. War der Weg zuvor noch klar erkennbar, fragen wir uns plötzlich, wo führt der Weg uns hin?

In einem Tunnel verengt sich unsere Sicht, verlieren wir den Blick fürs Ganze aus den Augen und finden uns manchmal nur mühsam zurecht.

Auch im Leben kennen wir Tunnelerfahrungen. Sorgen, Krisen, unüberschaubaren Situationen trüben unseren Blick. Wir wissen nicht mehr weiter, oder fragen uns, wie kommen wir da wieder heraus. Wir sind fixiert auf das, was schlecht läuft.

Auch die neue Covit-19-Welle ist so etwas wie ein Tunnel. Wir wissen nicht wie lange sie dauert, wie ernsthaft die Leute die Massnahmen umsetzen. Hat uns die erste Welle zusammengeschweisst, lähmen uns heute Müdigkeit, Wut, Erschöpfung, Widerstand. Die Kraft ist verpufft und die Existenzängste und Sorgen verstellen uns den Blick nach vorne.

Tunnelerfahrungen können uns hingegen auch zu neuen Einsichten führen. Sie helfen uns, trotz allem Negativen den Blick zu weiten. Kreativ zu werden und neue Wege zu gehen.

Es heisst vertrauen, dass jeder Tunnel irgendwann ein Ende hat. Das ist die grosse Herausforderung an jede und jeden von uns.

Ermutigen wir einander dazu im Wissen, dass Gott den Weg mit uns geht.

Sr. Rosmarie Sieber